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Sozialpraktikum

An der Zinzendorfschule Tossens absolvieren die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen ein Sozialpraktikum.

Als evangelische Schule sieht es die Zinzendorfschule als ihre Aufgabe an, Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, auf hilfs- und zuwendungsbedürftige Menschen zuzugehen.

Das Praktikum soll dazu beitragen, mögliche Vorurteile gegenüber Schwächeren, Hilfsbedürftigen und alten Menschen abzubauen. Bei den Jugendlichen soll die Bereitschaft für den Dienst am Mitmenschen geweckt werden.

Das Praktikum eröffnet den Schülerinnen und Schülern durch den Umgang mit anderen Menschen die Möglichkeit, sich selbst in einer neuen und vielleicht ungewohnten Umgebung zu bewähren. Es ist ein Angebot an die Jugendlichen, ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen unmittelbarer zu erleben als im herkömmlichen Unterricht.

Organisation und Ablauf

Das Praktikum umfasst 40 Stunden. Nach den Herbstferien wird eine Woche unterrichtsfrei gegeben. Das Praktikum wird in dieser Woche, während der Ferien oder nachmittags während der Schulzeit durchgeführt. Es kann schon in den Sommerferien begonnen werden. Es soll in der Regel nach den Osterferien beendet sein.

Eine Arbeitsgruppe bereitet das Praktikum vor und begleitet es. Dieser Arbeitsgruppe gehören Lehrkräfte an, die in den zehnten Klassen unterrichten.

Das Praktikum wird in den Fächern Deutsch, Religion und Politik thematisch vorbereitet (z.B. die Situation alter, behinderter und sozial schwacher Menschen; Krankheit und Tod, das Sozialsystem der Bundesrepublik).

Mitglieder der Arbeitsgruppe besuchen und betreuen während des Praktikums die Schülerinnen und Schüler. Diesen wird empfohlen, ein Tagebuch über ihre Tätigkeit und ihre Erlebnisse zu führen.

Am Ende des Praktikums wird von jeder Praktikantin und jedem Praktikanten eine Dokumentation erstellt.

Auswertungsgespräche finden vor den Weihnachts- und nach den Osterferien statt, um den Schülerinnen und Schülern untereinander den Austausch von Erfahrungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse dieser Gespräche sollen in die Dokumentation einfließen. Nach den Osterferien wird den nachfolgenden Klassen und den Eltern der Praktikantinnen und Praktikanten die Auswertung präsentiert.

Mit den in unserer Region vorhandenen sozialen und diakonischen Einrichtungen der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe werden die Zielsetzungen des Praktikums und die Erwartungen der Schüler besprochen. Dabei wird geplant, wie das jeweilige Praktikum gestaltet werden kann. Es sollen auch einzelne hilfsbedürftige Menschen betreut werden, wobei wir eine kontinuierliche Hilfe anstreben.

Es besteht die Möglichkeit, sich um Praktikumsplätze in Einrichtungen an weiter entfernten Orten zu bemühen.

Die Teilnahme am Sozialpraktikum wird in den Zeugnissen bescheinigt.